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Dienstag, 6. Dezember 2016

Rezept: Studio Ghiblis Rußmännchen als Muffins

Hallo~ho ihr Lieben,

heute haben wir für euch mal wieder ein kleines Rezept! Das Rezept selbst stammt dieses Mal aber leider nicht aus der japanischen Küche, dafür ist aber die Dekoration an einem der wohl bekanntesten Filmstudios Japans orientiert - Studio Ghbili. Und wer die berühmten Animes "Chihiros Reise ins Zauberland" oder "Mein Nachbar Totoro" aus dem Hause Ghibli kennt, wird sicher auch die kleinen süßen Rußmännchen in sein Herz geschlossen haben (─‿‿─)

Ich jedenfalls finde sie super putzig und deswegen haben ich ihnen diese kleine Deko-Idee für Muffins gewidmet:

Was ihr benötigt:
  • Muffinblech und Muffinförmchen
  • Rührschüsseln, Rührgerät und Backzutaten (Grundrezept siehe unten)
  • kleines Palettenmesser (ein einfaches normales Messer oder ein Teigschaber tut es natürlich auch ☆⌒(ゝ。∂) )
  • schwarzes Fondant oder Marzipan und eine Teigrolle
  • Ausstechformen geriffelt in drei Größen (wenn ihr nur einen großen Ausstecher habt ist das auch schon toll! Ich wollte gern durch die drei Größen ein bisschen mehr Dimension in die kleinen Kerlchen bringen und fand das Geriffelte schön, da die Rußmännchen ja irgendwie immer flauschig aussehen)
  • Tortencreme (Ich hatte dafür ein Fertigpulver, dass ich nur noch mit Milch anrühren musste. Klassisches Muffin-Frosting aus Butter, Puderzucker und Frischkäse (im Verhältnis 1:1:1) sollte eigentlich auch funktionieren.)
Da die Deko am interessantesten ist, beginne ich damit (^__^)b Sie funktioniert für jedes Muffinrezept, aber unten findet ihr noch das Rezept für die Muffins, die ich gebacken habe.

Dekorieren: 

  • Muffins mit der Tortencreme/dem Frosting bestreichen
  • Arbeitsfläche mit etwas Speisestärke bestreuen
  • Fondant/Marzipan dünn ausrollen 
  • drei geriffelte Kreise in drei Gößen ausstechen
  • größten Kreis auf die Muffins legen und leicht andrücken, restliche Kreise der Größe nach drauflegen (Rückseite mit etwas Wasser anfeuchten, dann klebt es besser zusammen)
  • mit etwas Tortencreme Kleckse als Augen aufspritzen 
  • mit einem Strohalm kleine Kreise für die Augen der Rußmännchen ausstechen und auf die Cremekleckse setzen
  • Fertig! <3

Rezept für die Muffins:

Zutaten:
  • 250 g Mehl 
  • 1 Prise Salz 
  • 2 TL Backpulver
  • 190 g Zucker
  • 115 g Butter (Raumtemperatur)
  • 2 große Eier
  • 120 ml Milch
  • 35g Mandelblättchen
  • 1 Zitrone
Anleitung:
  1. Mandelblättchen in einer Pfanne ohne Öl rösten
  2. Zitrone abreiben und auspressen 
  3. Mehl sieben und  mit Salz, Backpulver und Zucker mischen
  4. Butter würfeln und ins Mehl drücken
  5. Alles mit einem Rührgerät mischen und nach und nach die Eier zugeben
  6. Milch portionsweise untermischen
  7. Mandelblättchen, Zitronensaft und Schale unterheben
  8. Muffinteig in die Förmchen verteilen
  9. bei 180°C (Umluft 160°C) für ca 15 min backen (Stäbchenprobe)
  10. auf einem Kuchengitter auskühlen lassen 
  11. auf die Muffins - dekorieren - los! ヽ(o^―^o)ノ


In diesem Sinne~~
Itadakimasu!

☆ Melon Pan ☆


Montag, 22. Februar 2016

Rezept: Japanische Fondue "Shabu Shabu"

Hallo ihr Lieben.

Ein klein wenig Japan zu sich nach Hause zu holen ist, meiner Meinung nach, besonders einfach beim Kochen. Dank Asialäden und Online-Shops bekommt man heutzutage eigentlich so gut wie alle Zutaten und viele YouTube-Videos oder Blogs geben Tipps und Ideen für die Zubereitung japanischer Speisen. Wenn man das Ganze dann auch noch gemeinsam mit Freunden genießen kann, wird es besonders lecker!

Deswegen möchte ich euch "Shabu Shabu" vorstellen. Dabei handelt es sich um ein japanisches Fondue, nur ohne brodelndes Fett. Stattdessen wird gemeinsam ein Süppchen am Tisch gekocht. Fleisch (vorzugsweise Rindfleisch) und Gemüse wird je nach Bedarf und Garwunsch in das kochende Wasser gehalten und mit verschiedenen Dips gegessen. Dazu gibt es Glas- oder Udon Nudeln. Der Sud erhält mit der Zeit immer mehr Geschmack und kann zum Schluss als fertige Suppe oder noch verfeinert mit Reis genossen werden. 

Das Rezept, welches wir verendet haben, ist stark an das Rezept von "Cooking with Dog" angelehnt und wurde von allen als sehr lecker befunden. Besonders der Sesam-Dip fürs Gemüse ist super! Allerdings haben wir nicht alle Zutaten bekommen, deswegen wurde beim Gemüse etwas improvisiert und variiert ☆⌒(ゝ。∂)

Was ihr benötigt (für ca. sechs Personen):

Für den Eintopf:
  • 1,0 kg Rindfleisch (Entrecôte, am besten gleich beim Fleischer in hauchdünne Scheiben schneiden lassen)
  • Shimeji Pilze
  • Enoki Pilze
  • Chinakohl
  • 1 Bund Lauchzwiebeln/Frühlingszwiebeln
  • 3 Hand voll frischer Blattspinat
  • 2 Möhren 
  • Kombu (getrockneter Seetang - 25 g getrocknet am Stück oder 6 g als Instant-Pulver)
typisch wären auch noch: 
  • Shiitake Pilze
  • Tofu
  •  Porree
  •  essbare Chrysanthemenblätter
Für die Dips:
Dip für das Gemüse:
  •     3 Knoblauchzehen
  •     18 TL Sesampaste (Tahina)
  •     6 TL Soja Sauce
  •     16 TL von dem Kombu-Sud
  •     6 TL (Reis-) Essig
  •     6 TL Zucker
 Dip für das Fleisch:
  •     6 TL Limettensaft
  •     6 TL Soja Sauce
  •     500 - 600 g geriebener (Daikon-) Rettich
  •     1 Hand voll Lauchzwiebel-Ringe
Als Beilage:
  • Glasnudeln
  • Udon Nudeln
  • Reis
Zubereitung:
Für die Brühe das Kombu Instant-Pulver in 1,5 l kochendem Wasser lösen oder 25 g getrockneten Kombu für 30 Minuten einweichen und danach in 1,5 l Wasser mit einer Prise Salz und 50 ml Sake für 20 Minuten köcheln.
Während dessen das Gemüse klein schneiden: den Chinakohl in Streifen, die Frühlingszwiebeln teils in feine Ringe, teils in 5 cm Stücke, die Möhren in dünne Scheiben. Den Blattspinat waschen und welke Blätter aussortieren. Den Rettich fein reiben. Knoblauch schälen und mit einer Knoblauchpresse klein quetschen oder mit dem Messer fein hacken. Die Pilze portionsweise auseinander ziehen. Alles ansprechend auf Tellern oder Platten anrichten.
Für die Dips die jeweiligen Zutaten mischen und die Dips in jeweils 6 (Reis-) Schalen aufteilen.
Wenn alles soweit vorbereitet ist wird es spannend (o´▽`o)
Wenn ihr mit getrocknetem Kombu arbeitet nehmt ihr diesen aus der Brühe heraus. Ansonsten einfach die fertige Brühe im Kochtopf auf eine tragbare Herdplatte (Camping-Gasbrenner) auf den Tisch stellen. Alle Zutaten und jedem Gast jeweils die zwei Dipschalen sowie einen kleinen Teller bereit stellen. 
Und los gehts!
Jeder kocht nach Belieben das Fleisch und Gemüse im Kombu-Süppchen. Herausnehmen, kurz durch die passenden Dips ziehen und genießen.

Mit der Zeit wird der Sud kräftiger vom Geschmack. Notfalls muss ein wenig Wasser nachgegossen werden. 
Wenn alles Fleisch und Gemüse aufgebraucht sind (oder man einfach keine Lust mehr hat XD) kann man in dem kräftigen Sud noch gedämpften Reis mit kochen und Eier rein schlagen. Das ganze nimmt dann den leckeren Geschmack der Suppe an (allerdings muss ich gestehen, dass wir dafür einfach schon zu satt waren und es nicht selbst probiert haben... ( ̄▽ ̄*)ゞ )

In diesem Sinne~~
Itadakimasu!

☆ Melon Pan ☆


PS: Das Gericht hat seinen Ursprung in dem Gericht shuàn yáng ròu (chinesisch 涮羊肉 ‚kurz heiß gebratenes Schafsfleisch‘) aus dem 13. Jahrhundert als Methode für Kublai Khan, seine Soldaten effizient zu ernähren. Im Gegensatz zu moderneren Zubereitungen, bei denen jede Person in einem eigenen Topf kocht, versammelten sich die Truppen Kublai Khans um einen großen Topf und kochten zusammen. Dünn geschnittenes Fleisch wurde wegen seiner kurzen Kochzeit verwendet, was eine effektive Nutzung des wertvollen Brennstoffes erlaubte.
Shabu shabu wurde in Japan etwa 1948 erstmals in einem Restaurant in Kyōto angeboten und erhielt seinen Namen durch ein Restaurant in Ōsaka. Das Gericht verbreitete sich rasch in ganz Asien und ist heute auch in westlichen Ländern bekannt. Zusammen mit Sukiyaki ist Shabu shabu ein häufiges Gericht an Tourismus-Schwerpunkten, besonders in Tokio, aber auch in japanischen Wohngegenden in westlichen Ländern. Shabu-shabu-Restaurants besitzen oft eine Art Bar, an der für jeden Gast ein eigenes, in die Bar eingelassenes, beheiztes Gefäß mit kochender Brühe vorhanden ist, in die die Zutaten mit Stäbchen hineingelegt und herausgenommen werden.
(Wikipedia, 31.01.2016)

Donnerstag, 24. Dezember 2015

Rezept: Japanischer Weihnachtskuchen - Japanese Christmas Cake

Hallo ihr Lieben,

heute möchten wir euch ein Rezept vorstellen, dass besonders zur Weihnachtszeit sehr beliebt in Japan ist: Japanischer Weihnachtskuchen - Japanese Christmas Cake mit Erdbeeren.
Man kann diesen Kuchen besonders in Tokyo fast an jeder Ecke für (nicht wenig) Geld kaufen. Im Grunde handelt es sich dabei um eine Biskuit-Sahnetorte, gefüllt und dekoriert mit perfekt geformten roten Erdbeeren. 


Rezept

(angelehnt an das Rezept von "Cooking with Dog", einem YouTube Kanal, der viele japanische Rezepte präsentiert)

Zutaten:
- Biskuit Teig -
  • 150 g Ei (ca 3 Eier Größe M)
  • 100 g Zucker
  • 90 g Mehl
  • 15 g ungesalzene Butter
  • 1 EL Milch
- Sirup -
  • 2 EL Zucker
  • 3 EL heißes Wasser
  • 1 EL Kirschwasser
- Dekor -
  • 400 ml Schlagsahne (meine hatte einen Fettgehalt von 32%, im Originalrezept waren sogar 35% angegeben.)
  • 3 EL Zucker
  • 450g Erdbeeren
  • Puderzucker
- Sonstiges -
  • Backpapier
  • Backform (18 cm Durchmesser)
  • Teigschaber/Palettenmesser
  • Spritzbeutel mit großer Stern-Spritztülle 
Zubereitung

Der Teig:

Um einen schönen Biskuit Teig herzustellen braucht man vor allem eines: Geduld
  1. Heizt den Backofen auf 160°C Ober-Unterhitze vor und legt die Backform mit Backpapier am Boden und den Rändern aus.
  2. Mixt die Eier mit dem Zucker in einer Metallschüssel und erwärmt das Gemisch vorsichtig über einem Wasserbad unter ständigem Rühren, bis sich alle Zuckerkristalle gelöst haben (Fingerreibeprobe: wenn ihr keine Kristalle mehr beim Reiben zwischen den Finger merkt ist aller Zucker gelöst).
  3. Die Butter mit der Milch in einer kleine Schüssel in dem Wasserbad schmelzen.
  4. Schlagt danach die Eimasse für ca 8 - 10 Minuten in der Küchenmaschine (oder mit dem Handrührgerät) dick-cremig auf, bis sich das Volumen verdreifacht hat. (Die Konsistenz ist perfekt, wenn die Masse langsam vom Rührbesen läuft und nicht sofort wieder verschmilzt.)
  5. Das Mehl über die Eimasse sieben und mit der Hand in ca 30 Rührbewegungen vorsichtig unterheben.
  6. Das geschmolzene Butter-Milch-Gemisch zugeben und mit weiteren 50 Schlägen vorsichtig unterheben.
  7. Alles in die Backform füllen, zwei mal kräftig auf die Arbeitsplatte "fallen" lassen, um große Luftblasen zu entfernen und ab in den Ofen damit!
  

Nach 25 Minuten sollte der Teig fertig sein, macht aber auf alle Fälle eine Stäbchenprobe, bevor ihr ihn herausnehmt. 
Lasst die Form wieder zwei Mal auf die Arbeitsplatte fallen, dadurch sackt der Teig zwar etwas zusammen, verzieht sich aber beim Auskühlen nicht.
Deckt die Form mit Backpapier ab und lasst sie Kopfüber auf einem Rost auskühlen. (Wenn der Kuchen in der Form auskühlt bleibt er saftiger.)

Der Kuchen:
  1. Stellt den Sirup zum Tränken des Teiges her indem ihr den Zucker im heißen Wasser löst und nach dem auskühlen das Kirschwasser zugebt.
  2. Während alles auskühlt könnt ihr die Erdbeeren waschen und entstielen. Sucht die 8 schönsten heraus für die Deko, die restlichen schneidet ihr in ca 1 cm dicke Scheiben.
  3. Holt den ausgekühlten Teig aus der Backform, entfernt das Backpapier und stellt ihn kurz (ca 10 Minuten) in den Gefrierschrank. (Dadurch lässt er sich einfacher teilen und krümelt nicht so sehr.) 
  4. Teilt den Biskuit in der Mitte und legt die obere Hälfte zur Seite. Beträufelt beide Hälften mit dem Kirschwasser-Sirup.
  5. Schlagt die Sahne mit dem Zucker steif. (Nehmt am besten erst nur 200 g Sahne und 1,5 EL Zucker. Ich habe die Erfahrung gemacht, dass zu viele Sahne auf einmal sehr schlecht steif wird. Achtet auch darauf, dass die Sahne direkt aus dem Kühlschrank kommt!)
  6. Tragt eine dicke Schicht Sahne auf das Unterteil des Biskuit auf und verteilt die Erdbeerscheiben.
  7. Deckt die Erdbeeren mit einer zweiten großzügigen Schicht Sahen zu und legt das Oberteil darauf.
  8. Verteilt einen Großteil der restlichen Sahne auf dem Kuchen und kleidet ihn vollständig ein.
  9. Die restliche Sahne füllt ihr in den Spritzbeutel und verziert den Rand. Acht Tupfen kommen in den Innenkreis, wo ihr die Erdbeeren darauf platziert.
  10. Alles noch schön mit Puderzucker bestreuen und fertig ist eure japanische Weihnachtstorte!  




Ehrlich gesagt wusste ich bis vor kurzem noch nicht, was diese Torte gerade zur Weihnachtszeit für Japaner so besonders macht, da man sie eigentlich auch sonst übers Jahr kaufen kann, nur eben nicht weihnachtlich dekoriert. Aber nach einiger Recherche bin ich auf des Rätsel Lösung gestoßen. Das möchte ich euch natürlich nicht vorenthalten!
Es gibt tatsächlich einen wissenschaftlichen Artikel über die "Tradition" des japanischen Weihnachtskuchen, veröffentlicht im Jahre 2001 in The Journal of Popular Culture (1). Um ein wenig aus zu schweifen: Prinzipiell wird in Japan kein Weihnachten gefeiert so wie wir es kennen. Trotz der (wenig erfolgreichen) Bemühungen im 16ten Jahrhundert zur Missionierung Japans gewann das "Weihnachtfest" besonders in der Nachkriegszeit während des wirtschaftlichen Aufschwungs von Japan Bedeutung. Es steht in Japan vor allem für Wohlstand und kam dem amerikanischen Vorbild für Reichtum durch all den Glitzer und die Kommerzialisierung am nächsten. Das die Religion dabei auf der Strecke geblieben ist, stört dabei niemanden. Weihnachten selbst ist ein Tag für Pärchen, den man gern romantisch zu zweit verbringt. Witzigerweise gibt es auch darüber einen sehr interessanten Artikel von 1963 in The Journal of American Folklore (2).
Nun aber zurück zum Kuchen! Die Zutaten waren nach dem zweiten Weltkrieg teils eher Mangelware und somit ein Luxusprodukt. Durch den wirtschaftlichen Aufschwung wurden sie allerdings auch zugänglich für die Mittelschicht, sodass der Kuchen selbst zu einem Symbol von Wohlstand wurde. Doch auch die Form und Farben selbst sind nicht wahllos gewählt. Rot und weiß symbolisieren die japanische Flagge und weiße runde Formen werden mit Schreinen assoziiert.

So ist dieser Kuchen also zu einem Symbol des japanischen Weihnachtsfestes geworden.

In diesem Sinne~~

Frohe Weihnachten!

☆ Melon Pan ☆






(1) Konagaya, H. (2001), The Christmas Cake: A Japanese Tradition of American Prosperity. The Journal of Popular Culture, 34: 121–136. doi: 10.1111/j.0022-3840.2001.3404_121.x

(2) Plath, D. W.. (1963). The Japanese Popular Christmas: Coping with Modernity. The Journal of American Folklore, 76(302), 309–317. http://doi.org/10.2307/537927

(Faszinierend auf was man so alles stößt im Internet. Würde mich mal interessieren, wie die Artikel dazu für Deutschland aussehen...)