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Freitag, 4. September 2015

Japanreise Tag Sechs: Festivalstimmung

2015-08-19

Heute haben wir es wirklich entspannt angehen lassen. Nach dem Ausschlafen sind wir direkt nach Harajuku gefahren. Ich wollte die Gelegenheit nutzen und den Shop eines meiner Lieblings-Labels besuchen. 
Aber natürlich mussten erst noch ein paar Purikuras (Alien-Augen-Fotos) gemacht werden. Ich konnte Denny sogar trotz des letzten "Desasters" dazu überreden noch einmal mit zu machen. Somit habe ich jetzt noch weitere drei Alien-Pärchen Fotos und drei Einzelbilder. 
Purikura
Danach sind wir durch die Takeshita Dori geschlendert und konnten dieses Mal in Ruhe die Läden bewundern und besuchen. 
Lustige und gruselige Schaufenster in Harajuku
Besonders interessierten mich die Anime und Sanrio/San-X Läden, aber leider gab es wieder keinen Tarepanda. Dafür habe ich mir Totoro Essstäbchen gekauft.
Dann ging es in den SeX Pot RevenGe Shop und ich habe bei all den coolen aber meist viel zu kleinen Designs sogar was passendes gefunden!
Sex Pot Revenge Shop Eingang
Natürlich ließen wir es uns auch nicht nehmen Harajuku Crêpes zu essen, schön dick mit Sahne und Cheesecake gefüllt bzw. Milchtee mit Tapioka-Perlen und Oreo Cookies zu trinken.
Lecker Crêpes und Milchtee
Nach dem Straßenbummel sind wir noch im Laforet Schaufensterbummeln gegangen und haben uns über die teils kuriosen Puppen amüsiert und über die erschreckend hohen Preise geärgert (ein T-Shirt locker 100 €)
Diverse Shop-Deko im Laforet
Attack on Titans meets Gummibären im Laforet
Auf dem Rückweg haben wir noch einen Zwischenstopp an dem Schrein gleich bei unserem Hotel um die Ecke gemacht. Er sah sehr neu aus.
Hanazono Schrein in Shinjuku
Danach wurde es richtig spannend. Nach einer kurzen Erfrischung im Hotel sind wir ins Entertainment-Restaurant Awadori in Shinjuku gegangen. Dort hatten wir eine Abend mit 9 Gänge Menü und Festival Tanz gebucht (via Japanican). Das erste, was uns positiv aufgefallen ist, waren all die japanischen Gäste. Man war nicht in einer für Touristen organisierte Veranstaltung sondern in einem Restaurant, das offensichtlich auch von "Einheimischen" gern besucht wird. Die Stimmung von allen Gästen war sehr ausgelassen. Für uns ging es auch sofort mit dem Essen und einer reichlichen "all you can drink" Auswahl los.
Wir im Awadori Entertainment Restaurant
Nach dem siebten Gang begann die Show. Zuerst wurden alle Gäste begrüßt und die Veranstalter ließen es sich nicht nehmen auch lauthals anzukündigen, dass Deutsche, Franzosen und Spanier anwesend sind - sehr zur Freude der japanischen Gäste. Dann wurde kurz etwas zu der Show selbst erzählt, leider aber  nur auf Japanisch. Unter allen Gästen wurden noch farbenfrohe Jacken verteilt und angelehnt an die Straßenfeste und Umzüge im Sommer Japans kamen einige Musikanten und Tänzer auf die Bühne und führten einen auf den ersten Blick sehr simplen Tanz vor. Danach waren wir dran. Alle Gäste wurden aufgefordert mitzumachen und so tanzten wir alle um die Tische und mussten feststellen, dass der Tanz doch nicht so einfach war, da man die ganze Zeit leicht in die Knie gehen musste. Das war anstrengend! Während des Tanzen bekam einer der Teilnehmer noch eine Scherpe umgehängt. Dieser (*hust*ich*hust*) musste anschließend auf die Bühne und wurde als bester Tänzer gekürt. Darüber lasst sich zwar sicher streiten,  aber es war auf jeden Fall für alle sehr unterhaltsam. Danach gab es noch die letzten Speisen und es ging zurück ins Hotel. 
Fazit: kann ich jedem empfehlen. Das Essen war super lecker, die Stimmung und das Ambiente super und die Show interessant und witzig.
Wir mit zwei der Tänzerinnen nach der Show
Hübsche und nette Bedienung
Unsere 9-Gänge Menü
v.l.n.r. Avocado Salat, Salat mit Bacon,
Sashimi, Yakitori, Fisch-Patties, Sushi,
Nabe mit Rindfleisch, Udon, Matcha Gelee



So viel zu unserem Erlebnisabendessen - super lecker und unterhaltsam!

Im nächsten Post geht's um unseren zweiten Ausflug mit Izumi von "Tokyo Free Guide" nach Ueno und Asakusa.

Ja, mata ne!

☆ Melon Pan ☆

Dienstag, 18. August 2015

Japanreise Tag Zwei: Schwertoffensive

2015-08-15

Nachdem wir an Tag Eins bereits einiges erlebt haben und doch erst recht spät ins Bett gekommen waren, wollten wir Tag Zwei auch nicht viel ruhiger verbringen! Der Plan sah Nikko vor - die Zeitverschiebung von sieben Stunden führte allerdings dazu, dass wir den Wecker 9:00 ignorierten und einfach mal bis nach 11:00 durchschliefen. Was also tun?
Ersteinmal gingen wir schön Mittag essen in einem kleinem aber feinem curry Restaurant. Wir hatten beide Hähnchen-Curry, einmal mit Reis, einmal mit frisch gebackenem süßlichem Fladenbrot (Naan).
Japanisches Curry mit Naan
Spontan entschieden wir uns das Viertel in dem wir unser Hotel hatten - Shinjuku - ein bisschen genauer zu erkunden. Ein Museumsbesuch ist doch immer ein guter Start, um Land und Leute kennen... nein, eher nur, um die Kultur kennen zu lernen. Aber das Museum, dass wir uns raus gesucht haben bot dann doch mehr, als erwartet! Und dabei war es für sich genommen schon interessant.

Wir gingen in ein japanisches Schwertmuseum! Jeder kennt sie. Schwertschwingende Samurai, mit ihren berühmten Katana Schwertern, die sich so mancher gern als Deko ins Zimmer stellen würde. Nun, dank eines glücklichen Zufalls wissen wir nun, dass vor allem in der frühen Epoche die Samurai Tachi statt Katana trugen. Und die erste große Schmiedeschule, die für ihre Schwerter berühmt wurde, hieß Bizen. Nachdem wir bereits ein Drittel des Museums angeschaut hatten - nach nur 20 Minuten - wurden wir auf deutsch angesprochen und ein junger Mann Anfang dreißig, der Tsuba (Parrierstangen) sammelt, begleitete uns auf der restlichen Tour im Museum und erklärte uns sehr viel über die Schönheit der Ausstellungsstücke.
Eingang zum Schwertmuseum
Leider waren Fotos im Museum nicht gestattet,
daher nur ein Bild vom Ticket und Flyer.
Jetzt sehen wir diese Schmiedemeisterwerke auch mit anderen Augen. Ein gut sichtbarer Hamon sagt bereits viel über die Qualität eines Schwertes aus und ist meist sehr charakteristische für den Schmied. Ein Hamon bezeichnet dabei den Übergang des harten Stahls zum weicheren Stahl. Er kann durch verschiedene Methoden der Härtung nach dem Schmieden des Schwertes ausgeprägt werden und wird durchs Schleifen noch herausgearbeitet. Aber mehr möchte ich nicht auf die Details eingehen. Außer noch, dass Tachi und Katana vom Schmieden her eigentlich das Gleiche sind. Nur befindet sich das Signum des Schmiedes auf unterschiedlichen Seiten des Schwertgriffes, je nachdem, ob die Krümmung beim Tragen am Gürtel  nach unten (Katana) oder nach oben (Tachi) zeigt. Nach über zwei Stunden haben wir diesen faszinierenden Exkurs beendet und sind mit unserem neuen Bekannten noch Soba essen gegangen.
Gekühlte Soba Nudeln und Tempura (hier frittiertes Gemüse)
Echt das Beste bei heißen Temperaturen
Anschließend ging es für uns beide zum Tokyo Metropolitan Government Building, wo die Zwillingstürme als kostenlose Aussichtsplatttformen von Touristen genutzt werden können. Der Southtower schließt dabei allerdings bereits 17:00 wo hingegen der Northtower bis 21:00 geöffnet hat. Auf über 200 Metern Höhe gewinnt man eine kleinen Einblick über die Größe Tokyos. Ich würde die Aussicht nicht unbedingt als schön bezeichnen, aber auf alle Fälle als interessant.
Rundumblick über Tokyo/Shunjuku
oben links ganz witzig: Shinjuku Cocoon Tower
Anschließend ging es weiter nach Shibuya, nur um einen kleinen ersten Einblick zu bekommen. Mein Freund war nicht wirklich beeindruckt von der weltberühmten Kreuzung... ich fand sie aber wieder sehr unterhaltsam! Wir sind ein bisschen umher gelaufen, haben einen Straßenkünstler beobachtet, uns über "Free Hugs" Schilder amüsiert  (ja, dieser Untrend bekannz von Conventions hat seinen Weg in Tokyos Partyleben gefunden...) und ein "Alice in Wonderland" Café (!!!) entdeckt. Leider hatte letzteres schon geschlossen. Ich hoffe, wir finden die Tage noch einmal Zeit dort hin zu gehen (*o*)♤♡◇♧

So viel zu unserem improvisierten Erkundungstrip rund um Shinjuku/Shibuya.

Im nächsten Post geht's um Harajuku und den Service "Tokyo Free Guide".

Ja, mata ne!

☆ Melon Pan ☆